Das foto reißt ein bild aus dem zusammenhang (den es nicht gibt) und schreibt dem angeblichen augenblick eine bedeutung zu, die er nie hatte, denn das ereignis in der zeit ist an sich bedeutungslos. Herrschende verfahren immer so: sie schreiben die vergangenheit um, damit sich die gegenwart schreiben lässt. Kann man auch töne umschreiben und aus ihrer verklungenheit zurückholen?
{Der nichtpräsente Text (die nicht zugängliche Erinnerung)} ist aus Archiven gebildet, die immer schon Umschriften sind (…). Alles fängt mit der Reproduktion an. Immer schon, das heißt Niederschlag eines Sinns, der nie gegenwärtig war, dessen bedeutende Präsenz immer nachträglich, im Nachherein und zusätzlich rekonstruiert wird.