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Polz findet im schnee einen toten vogel, sehr schwarz, sehr steif. Ungeziefer und andere wanderarbeiter sind bei minusgraden nicht gerne unterwegs. Der kadaver wird sich von innen heraus auflösen müssen, wird wärme erzeugen an der sich niemand wärmen kann.
„Wäre besser mit freunden in den süden geflogen“, denkt herr Polz. Allerdings gibt er auf befragen zu, dass er nicht weiss, ob vögel freunde haben. Der schnee überzieht das ganze land. Herr Polz steckt die hände in die manteltaschen. Herr Polz weiss selbstverständlich, dass der schnee nicht das ganze land überzieht. Für den anfang mag das genügen, sagt herr Polz und geht zurück in das haus. Hier kennt sich herr Polz aus.
Alles war schon da, lange bevor der schnnee gefallen ist. Man könnte alle gegenstände aufzählen: die wanduhr, das regal aus rohem fichtenholz, das sofa, der runde, schwarze holztisch in der küche, der gasherd, der wandschrank. „Von der aufzählbarkeit der welt darf man sich nicht irritieren lassen“, sagt herr Polz und notiert sich diesen satz. Wer weiss, vielleicht wird er ihn bald bitter nötig haben.
zählen lernen ist leicht
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