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Wovon wir keine Ahnung haben, davon sollten wir blinzeln. In der regel begnügen wir uns mit dem ersten eindruck. Da wir die Welt nicht haben können, halten wir uns mit Worten auf und freuen uns, wenn die Worte schillern und funkeln und sprühen und blenden und treffen und sitzen und beeindrucken und etwas ausdrücken oder skizzieren oder vermitteln oder referenzieren. Bilder machen ein Bild, Metaphern fallen vom Himmel wie noch kein Meister zuvor, selbst der Regen ist sprachlos und verzeiht sich ungeregnet und schwer verstellt in westlicher Richtung.
352. Sagt nun jemand „Ich weiß, daß das ein Baum ist“, so kann ich antworten: „Ja, das ist ein Satz. Ein deutscher Satz. Und was soll’s damit?“ Wie, wenn er nun antwortet: „Ich wollte mich nur daran erinnern, daß ich so etwas weiß“? –
Ludwig Wittgenstein, Über Gewißheit, 93
ich seh dir in die augen, kleines
ich seh dir in die augen, kleines