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ich lese mich durch diesen tag. in einem der ersten kapitel sehe ich einen himmel ohne wolken, der himmel ist blau. das ist ein zeichen für schönes wetter (meteorologische weltsicht); oder für gute laune (psychologisch weltsicht); natürlich könnte man auch mutmaßen, dass der blaue himmel ein vorzeichen für schlechtes wetter ist, nicht morgen, aber später, denn alles ändert sich irgendwann, wenn man nur lange genug wartet (pessimismus). vielleicht ist blauer himmel ein zeichen für einen unverständlichen text, für ein unbegreifliches kunstwerk; denn der blaue himmel hat keine textur und gibt den erkenntniswerkzeugen keinen anfangspunkt, keinen anhaltspunkt. nirgends zeichnet sich eine figur ab, nirgends löst sich eine form aus dem grund und gibt dem gehirn ein maß. von oben kommt nichts, kann man sich sagen, leise oder laut, schriftlich oder mündlich, das wird heute nichts mehr. da ist der text im vorteil. ob man es will oder nicht, sofort entsteht eine textur, eine textfläche oder eine wortwand, ein zeichengebirge, dem unendliche bedeutungen eingeschrieben sind, nur weiß man nicht, in welcher bedeutungsebene man aufgewacht oder hereingeschneit ist.
reden ist rostrot
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