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örtliche schauer
der wanderer Knoll fand sich eines morgens am rande eines waldes. was hinter ihm lag, können wir vergessen, er jedoch nicht. nebel steigt aus den wiesen. vielleicht kann die sonne etwas mehr licht in diese angelegenheit bringen. die bäume stehen still, ein zweig allein kitzelt den wanderer im nacken. Knoll versteht das als aufforderung einen schritt nach vorne zu tun. später wird sich der wanderer Knoll nur noch an einen geruch erinnern, etwas modriges, abgestandenes, altes, etwas, das nicht nach aufklärung verlangt. allerdings kann der wanderer Knoll seine erinnerungen nicht beschreiben. ausserdem ist dort niemand, dem er von seinen erinnerungen erzählen könnte. ausserhalb des waldes dehnt sich flaches land aus. wer hier vorüber gehr, versucht, das so schnell wie möglich zu tun. schon glaubt man, die ersten sonnenstrahlen zu spüren. das könnte eine täuschung der sinne sein, was öfter vorkommt, als man sich öffentlich einzugestehen angewöhnt hat. allerdings kann niemand bestreiten, dass in geringer entfernung ein elektrisches licht eingeschaltet wurde. in diesen häusern wohnen also wesen, die lichter einschalten, denkt der wanderer Knoll.
Never drive a car, when you’re dead.
Tom Waits
Ich und du, müllers kuh, müllers esel der bist du!