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die tausendjährigen nazis wollten nach der eroberung englands, die im anschluss an die eroberung frankreichs geplant war, eine große zahl von menschen inhaftieren: juden, wissenschaftler, intellektuelle, emigranten, antinazis. im frühjahr 1940 erstellten die nazis eine sog. „sondefahndungsliste g.b.“. die liste enthielt ca 2800 namen von personen, die in England aufgespürt und verhaftet werden sollten; als die eroberung dann auf einen unbestimmten zeitpunkt in der allerfernsten zukunft verschoben werden musste, wurde die liste als anhang eines umfangreichen erobererhandbuchs eingelagert. druckauflage 20.000 stück; die verbrannten bei einem feuer nach einem bombenangriff auf berlin. einige exemplare wurden von engländern nach der besetzung Berlins entdeckt und veröffentlicht. auf der liste fand sich auch der name Sigmund Freud. der war allerdings schon im september 1939 gestorben, ca 6 monate vor der erstellung der fahndungsliste. Wollten die sonderfahndungslistennazibeamten den toten ein zweites mal töten um sicher zu gehen? Oder waren die nazibürokraten und nazifahndungslistenlistenschreiber nur unfähig zeitung zu lesen? Womöglich lasen sie nur deutsche presseerzeugnisse, denen Freuds tod keine meldung wert gewesen war.
datenraub
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