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kujotiniert schaut der ochse durch den maschendraht. orientiert blickt der mensch auf die landkarte und versteht die welt nicht mehr. am rande der eisscholle steht der eisbär und blickt versonnen in das wasser, in welches der schneeball sein schmelzwasser entlassen hat. das alles geschieht vor unser aller augen, das heißt, es geschieht nirgends, aber man kann davon erzählen, man kann es in die welt setzen, als ob es geschehen wäre. Ach, dieses als ob, ohne als ob wäre gar nichts erzählerisches zu leisten. Kein symbol hätte sich in die kulturdiskurse erhoben, gäbe es nicht ein symbolisiertes und damit ein zweites, ein verglichenes und zu vergleichendes, ein anderes dem man herr werden wollte, ein neues, dem man die hörner stutzen wollte, ein weißer schwan, ein schwarzer eisbär, ein atmender fisch, ein schwimmendes sandkorn, alle warten auf erlösung durch den vergleich, das so tun als wenn, so tun als ob, stell dir nur man vor, nimm nur einmal an dass. Oder wie die kinder sagen: du wärst jetzt king kong, nein tarzan, nein messi, nein schwarzenegger, nein barbie, nein die jungfrau marie, nein superman, und ich wär horst, den niemand kennt, nein josef, den auch keiner kennt, nein der grosse unbekannte, nein der liebe gott, nein der teufel, irgendeiner, dessen haut so weit weg ist, so groß, dass man im leben nicht hineinkommt es sei denn in der vorstellung, da allerdings mit einer leichtigkeit, dass einem schwindlig werden könnte vor machtfülle.
versuch, platz zu nehmen ©mennel