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Weber-Polz denkt darüber nach, ob ein doppelname als zeichen einer spaltung der persönlichkeit gesehen werden könnte. Genauer gesagt müsste man „gelesen“ schreiben, denn doppelnamen werden selten gesehen, jedenfalls nicht in form eines heiligenscheins oder einer beliebigen anderen lichtgestalt über dem kopf, ein flackern rechts nebendem linken ohr oder eine aura hinter dem rücken. Allerdings kann auch einer mit geschlossenen augen ein zeichen als etwas ansehen, das für etwas anderes steht. Weber-Polz wiederum steht mit geschlossenen augen vor einer verschlossenen tür. Von innen kommen geräusche, ein kratzen, ein lachen (schrill!), ein wortwechsel in zunehmender lautstärke, jetzt bellt auch noch ein hund und von hinten fragt eine ältere dame, ob es hier in der nähe eine konfiserie gäbe, sie hätte gerade so sehr appetit auf trüffel. Wie soll man, denkt Weber-Polz in so einer situation einen klaren gedanken fassen.
gleich passiert was
stille ecke in Imperia foto: wolfgang mennel